SPD Hemmingen

„Runder Tisch in Hemmingen“

Ortsverein

Stuttgart 21 war wohl eines der am stärksten polarisierenden Themen, mit denen das Land Baden-Württemberg in den letzten Jahren konfrontiert wurde. Mit einem sog. runden Tisch und der von der SPD in Gang gesetzten Volksabstimmung vom Herbst 2011 gelang es schließlich, das Thema weit-gehend zu deeskalieren.

Im Sommer 2011 hatte der Hemminger Gemeinderat beschlossen, einen Gemeindeentwicklungsplan zu erarbeiten. In dessen Rahmen sollen die Bürger dazu angeregt und eingeladen werden, bei der Gestaltung der Zu-kunft der Gemeinde aktiv mitzuwirken. Das erste Thema, bei welchem sich Hemminger Bürger jeglichen Alters und je nach Interessenlage aktiv ein-bringen können, ist derzeit die Gestaltung des auf Antrag der Gemeinderats-fraktionen der SPD und der Freien Wähler beschlossenen Familienfreizeit-platzes und dessen Nutzungsordnung. Der Freizeitplatz steht vor der Fertig-stellung. Eine Nutzungsordnung muss von der Verwaltung und dem Ge-meinderat noch erarbeitet und beschlossen worden. Jugendliche, Mitglieder des neu gegründeten Interessenvereins, benachbarte Anwohner, Bürger, etliche Gemeinderäte, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei trafen sich kürzlich bei einem „ Runden Tisch“, um unter der Leitung von Bürger-meister Schäfer die unterschiedlichen Standpunkte auszutauschen. Hierbei war jedoch ein endgültiges Einvernehmen – noch - nicht erkennbar. Auf der einen Seite steht die sicherlich berechtigte Sorge der unmittelbaren Anwoh-ner des Platzes vor Vandalismus und Randale, in deren Folge die Nachtru-he latent gestört sein könne. Auf der anderen Seite soll Kindern, Jugendli-chen und Familien in Hemmingen eine neue Möglichkeit gemeinsamer Frei-zeitgestaltung geboten werden. Dies kann nur gelingen, wenn eine gemein-same Lösung gefunden wird.

Es kann keinesfalls die Rede davon sein, dass mit der Erstellung des Plat-zes einer bestimmten, manchmal unredlichen Personengruppe ein Platz zur Verfügung gestellt werden soll, an dem sie sich in negativer Hinsicht unge-hindert frei entfalten kann. Diesen Personenkreis hatte man bei der Planung nicht im Blickfeld. Auch darf es nicht sein, dass Jugendlichen, welche zum ersten Mal aktiv an einem kommunalen Projekt mitarbeiten wollen und kön-nen von vorneherein und ohne Not mit erhobenem Zeigefinger begegnet wird. Den Bedenken der Anwohner muss ebenfalls Rechnung getragen werden. Die Polizeiverordnung der Gemeinde bietet dem Grunde nach in ihrer vorliegenden Form ausreichenden Schutz, was aber nicht bedeutet, dass bezogen auf den Freizeitplatz noch ergänzende, allen Seiten gerecht werdende Regularien in einer „Nutzungsordnung“ beschlossen werden könnten. Nach diesseitiger Auffassung sollte man mit zuviel Restriktionen vorsichtig umgehen.

Die SPD Hemmingen ist davon überzeugt, dass bei gutem Willen aller Be-teiligten, letztlich ein hervorragendes Projekt entstehen wird.

Eberhard Seidel
SPD Ortsvereinsvorsitzender

 
 

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